Neuigkeiten am IAAEU

 


 

Ankündigungen

 

Ökonomisches Kolloquium am IAAEU

Am kommenden Dienstag, 01.12.2020 (18:00 Uhr), findet der nächste Vortrag im Rahmen des ökonomischen Kolloquiums statt, zu dem wir Sie herzlich einladen. Frau Hyejin Ku vom University College London wird zum Thema "Competition and Career Advancement: The Hidden Costs of Paid Leave" referieren. Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Workshop on Co-Determination

Am 11. Dezember 2020 veranstalten das IAAEU und der Lehrstuhl für Personalökonomik einen Workshop zum Thema der betrieblichen Mitbestimmung. Weitere Informationen finden Sie hier.

 

 

Preise, Auszeichnungen & Aktuelle Meldungen

 

Start der Online-Workshop–Serie mit einem Workshop zum Thema „Labour Markets and Migration“ am IAAEU      

Das IAAEU hat am Freitag, 30.10.2020, in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Personalökonomik am Fachbereich IV, einen eintägigen Online-Workshop zum Thema „Labour Markets and Migration“ veranstaltet. Der Workshop stieß auf breites Interesse, viele Forscherinnen und Forscher aus ganz Europa wollten die Gelegenheit nutzen, ihre derzeitigen Forschungsergebnisse zu präsentieren. Schlussendlich nahmen mehr als 30 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Workshop teil. Dr. Yuliya Kosyakova vom IAB Nürnberg hielt die Keynote Lecture zum Thema „Rational Expectations and Human Capital Accumulation of Immigrants“. Weitere Vorträge des Workshops widmeten sich den Themengebieten „Return to Human Capital“, „Migration Theories“, „Migration Impact on Host Societies“ sowie „Migrant Employment“. Fenet Bedaso, wissenschaftliche Mitarbeiterin am IAAEU und am Lehrstuhl für Personalökonomik der Universität Trier, trug Ergebnisse ihrer Forschung zum Thema „The Labour Market Integration of Refugees and Other Migrants in Germany“ vor. Lebhafte Diskussionen im Plenum folgten nicht nur jedem Vortrag, sondern fanden auch in den virtuellen Kaffeepausen statt, die das Netzwerken zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auch im Online-Format ermöglichten. Wir danken allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für die vielen Kommentare, die den Workshop so erfolgreich machten!

Der Workshop “Labour Markets and Migration“ war der erste der Online-Workshop-Serie im Wintersemester 2020/21, mit welchem das IAAEU gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Personalökonomik den wissenschaftlichen Austausch während der Corona-Pandemie aufrechterhalten möchte. Nähere Informationen zu den zukünftigen Workshops finden Sie auf unserer Website.

 


 

IAAEU virtuell in Köln - ein Rückblick auf die Jahrestagung des Vereins für Socialpolitik

Vom 27. bis 30. September 2020 fand in virtuellen Räumen die alljährliche Konferenz der deutschsprachigen Ökonominnen und Ökonomen statt, die Tagung des Vereins für Socialpolitik. Diese Treffen stehen jedes Jahr unter einem anderen Motto, dieses Mal war das Schwerpunktthema ‚Gender Economics‘. Vor allem die ursprünglich als Plenumsvorträge geplanten Referate setzten sich mit verschiedenen Aspekten des Konferenzmottos auseinander. So sprach Manual Bagues aus Warwick über Geschlechterquoten in der Wissenschaft.

Der wichtigste Teil der Jahrestagung des Vereins für Socialpolitik ist die offene Tagung, auf der dieses Jahr in 140 Arbeitsgruppen gut 400 Vorträge gehalten wurden. Die Vortragenden wurden in einem wettbewerblichen Verfahren von einer Auswahlkommission bestimmt. In diesem Jahr waren alle Doktoranden der ökonomischen Arbeitsgruppe des IAAEU mit eigenen Referaten vertreten. So waren an insgesamt acht der auf der Jahrestagung vorgestellten Untersuchungen Mitarbeiter des IAAEU beteiligt. Einschließlich anderer Mitglieder der Universität Trier sind daher fast 3% aller referierten Analysen in der Geburtsstadt von Karl Marx oder unter Mitwirkung von dort tätigen Forscherinnen und Forschern erstellt worden. Dieser Anteil ist umso beeindruckender, als es in Deutschland gut 100 Universitäten gibt, und an der Jahrestagung traditionell auch viele Wirtschaftswissenschaftlerinnen und Wirtschaftswissenschaftler aus Österreich und der Schweiz teilnehmen.

Die Vorträge der Trierer Mitarbeiter des IAAEU haben sich mit einer Vielzahl von vor allem arbeitsmarkt- und personalökonomischen Fragestellungen auseinandergesetzt. So untersuchten Alberto Palermo und Laszlo Goerke zusammen mit Marco de Pinto (ehemals IAAEU), wie sich Unsicherheit über die Produktivität von Managern auf deren Arbeitsverträge auswirkt und welche Rückwirkungen sich auf Gütermärkte ergeben. Konstantin Homolka präsentierte eine Arbeit, die in Kooperation mit Adrian Chadi (ehemals IAAEU, jetzt Universität Konstanz) entstanden ist. Sie analysieren, ob kleine Lügen von Teamkollegen die Arbeitsmotivation anderer Teammitglieder beeinflussen. Gabriel Schultze referierte zu "Does Relative Age Make Jack a Dull Student? Evidence from Students’ Schoolwork and Playtime". In dieser gemeinsam mit Luca Fumarco (ehemals Gastforscher am IAAEU und jetzt Tulane University) verfassten Studie wird der Zusammenhang zwischen relativem Alter und der Zeiteinteilung von Schülerinnen und Schülern analysiert. Schließlich präsentierte Sven Hartmann eine Untersuchung mit direktem Bezug zum Schwerpunktthema der Jahrestagung. In „Television and Genderstereotypes“ geht er der Frage nach, inwiefern sich im Fernsehen vermittelte Geschlechterstereotype auf Einstellungen zu Ehe, Scheidung und Familienplanung auswirken. Eine vollständige Liste aller Präsentationen von Mitarbeitern der ökonomischen Arbeitsgruppe des IAAEU findet sich hier.

Im Anschluss an die jeweiligen Vorträge wurden die Analysen intensiv diskutiert und vielerlei Anregungen und Verbesserungsvorschläge vorgebracht. Insgesamt hat die Jahrestagung des Vereins für Socialpolitik verdeutlicht, welche Bedeutung die Arbeit von in Trier beheimaten Ökonominnen und Ökonomen für die Forschung in Deutschland hat.

Die nächste Jahrestagung des Vereins für Socialpolitik soll 2021 in Regensburg stattfinden. Die Mitarbeiterin und Mitarbeiter des IAAEU arbeiten daran, auf dieser Konferenz wiederum umfassend ihre Ergebnisse zu präsentieren und hoffen, dass dafür eine Reise in die Oberpfalz notwendig wird und auf den Besuch virtueller Räume verzichtet werden kann.

 


 

Neues Lehrbuch zur Personalökonomie

Der ehemalige wirtschaftswissenschaftliche Direktor des IAAEU hat zusammen mit drei Kollegen, die alle früher am Institut tätig waren und in Trier habilitiert worden sind, ein neues Lehrbuch veröffentlicht. In "PERSONALÖKONOMIE UND PERSONALPOLITIK - Grundlagen einer evidenzbasierten Praxis" erklären und bewerten Dieter Sadowski (IAAEU), Bernd Frick und Martin Schneider (beide Universität Paderborn) sowie Susanne Warning (Universität Augsburg) personalwirtschaftliche Muster ökonomisch aus Sicht von Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Das Lehrbuch vermittelt hierzu ein Verständnis der institutionenökonomischen Theoriebildung und der empirischen Forschung (Personalanalytik) – und damit die Grundlagen einer evidenzbasierten Personalpraxis. Die drei Stichworte "Personalökonomie", "Personalpolitik" und "Evidenz" zeigen dabei den Anspruch des Werkes auf.

 

Das Lehrbuch richtet sich an Studierende sowohl in Bachelor- als auch in Masterstudiengängen. Didaktisch zeichnet es sich dadurch aus, dass neben theoretischen Überlegungen zahlreiche empirische Studien in ihrer Methodik und ihren Ergebnissen präsentiert werden. Am Ende jedes Kapitels stehen Fragen zur Anwendung des Gelernten.

 


 

Dr. Thomas Klein als Sachverständiger im Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales

Der Ausschuss für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestages hat am 14. September 2020 eine öffentliche Anhörung durchgeführt, die u.a. zwei Anträge der Fraktion DIE LINKE. (BT-Drs. 19/17134) und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (BT-Drs. 19/20585) zum Arbeitszeitecht zum Gegenstand hatte. Dr. Klein wurde als Einzelsachverständiger insbesondere zu dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom 14. Mai 2019 in der Rechtssache C‑55/18 Federación de Servicios de Comisiones Obreras (CCOO) / Deutsche Bank SAE angehört, zu dem er bereits gemeinsam mit Dominik Leist veröffentlicht hatte (Die unionsrechtliche Pflicht zur Arbeitszeiterfassung, in: ZESAR 2019, S. 365-372; EU law requires working time recording: Consequences of the ECJ-ruling in the case 'CCOO' for member states and especially Germany, Dispatch No. 19 des Comparative Labor Law & Policy Journal). Dr. Klein legte dem Ausschuss seine Ansicht dar, wonach aufgrund des Urteils in Deutschland sofortiger gesetzgeberischer Handlungsbedarf besteht. Die im Einzelnen zu beachtenden unionsrechtlichen Rahmenbedingungen hatte Dr. Klein bereits im Vorfeld der Anhörung in einer schriftlichen Stellungnahme (Ausschussdrucksache 19(11)746) erläutert.

 


 

Untersuchung des arbeitsrechtlichen Hinweisgeberschutzes in neuem Drittmittelprojekt

Die Richtlinie (EU) 2019/1937 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23. Oktober 2019 zum Schutz von Personen, die Verstöße gegen das Unionsrecht melden, kurz „Hinweisgeberschutz-RL“ soll bis Ende 2021 vom deutschen Gesetzgeber in nationales Recht umgesetzt werden. Sie soll dazu dienen, den gesetzlichen Schutz von Whistleblowern zu verbessern und Schutzstandards zu vereinheitlichen. Für die Schaffung eines praxistauglichen Schutzes ist dabei vor allem das Arbeitsrecht gefordert. Aus diesem Grund wird das IAAEU im Rahmen eines auf zwei Jahre angelegten Drittmittelprojektes der Fritz Thyssen Stiftung für Wissenschaftsförderung den Umsetzungsbedarf der Richtlinie im deutschen Recht untersuchen. Der Fokus der Untersuchung liegt zum einen darauf, wie bei der Richtlinienumsetzung vorgegangen werden kann, um einen Hinweisgeberschutz im Regelungssystem des deutschen Arbeitsrechts zu verankern. Einen zweiten Schwerpunkt bildet in diesem Rahmen die Frage der Vereinbarkeit eines arbeitsrechtlichen Whistleblowerschutzes mit den Normen des Daten- und Geschäftsgeheimnisschutzrechts. Das Projekt hat eine Laufzeit von zwei Jahren und wird mit einer Summe von 40.000 Euro gefördert.

 


 

Alexander Schneider mit 9. Publikationspreis 2020 des Graduiertenzentrums der Universität Trier ausgezeichnet

Für seinen kürzlich in der Zeitschrift „Die Personalvertretung“ veröffentlichten Beitrag mit dem Titel „Die Grundrechtsfähigkeit der Personalvertretung“ (= PersV 4/2020, 124-135) wurde Alexander Schneider, wiss. Mitarbeiter der juristischen Arbeitsgruppe des IAAEU, am 15.7.2020 mit dem diesjährigen Publikationspreis des Graduiertenzentrums der Universität Trier für die beste Publikation des Jahres im Fachbereich V-Rechtswissenschaft ausgezeichnet (9. GUT-Publikationspreis 2020). Der Preis ist in diesem Jahr mit 600 Euro dotiert.

 

Das gesamte Team des IAAEU gratuliert sehr herzlich!

 

Den entsprechenden Kurzvortrag von Herrn Schneider, den die UVA der Universität Trier aufgenommen hat, finden Sie hier:



 


 

Erfolgreicher erster Online-Workshop am IAAEU

Der Reiseverkehr – auch von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern – liegt derzeit brach, ein wissenschaftlicher Austausch über Universitäts- oder gar Ländergrenzen hinweg ist somit eine Herausforderung. Einen Ausweg bietet die Erstellung geeigneter Online-Formate. Als eine der ersten Einrichtungen an der Universität Trier hat das IAAEU am Freitag, 10.07.2020, in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Personalökonomik am Fachbereich IV, einen eintägigen Online-Workshop zum Thema „Job Security and Employment Protection“ veranstaltet.

Die Resonanz zum Workshop war bereits in der frühen Planungsphase hoch: Viele WissenschaftlerInnen zeigten Interesse, an dem Workshop teilzunehmen und ihre derzeitigen Forschungsarbeiten zu präsentieren. Insgesamt gab es so deutlich mehr Anfragen, als Slots für Präsentationen zur Verfügung standen. Schlussendlich hatten sich mehr als 50 Personen als TeilnehmerInnen zum Workshop angemeldet, um den acht Präsentationen zu den Themengebieten Arbeitsplatz- und Beschäftigungssicherung, Kündigungsschutz, Mitarbeiterfluktuation sowie Arbeitslosenversicherung zu folgen und im Anschluss im Plenum lebhaft über das Erlernte zu diskutieren. Einzig das Netzwerken und der direkte Austausch zwischen einzelnen WissenschaftlerInnen kommt bei einer Onlinekonferenz leider – technisch bedingt – etwas kurz. Aber klar ist auch: Dieser Workshop war ein gelungenes Beispiel, dass wissenschaftlicher Austausch notfalls auch online stattfinden kann, wenn Präsenzveranstaltungen eben nicht möglich sind.

Aufgrund der ermutigenden Erfahrungen und durchweg positiver Rückmeldungen plant das IAAEU, das Angebot an derartigen Workshops im kommenden Semester auszuweiten und eine Reihe von thematisch fokussierten Kurzkonferenzen zu organisieren. Nähere Informationen hierzu finden Sie demnächst auch auf unserer Homepage. Die Website des Workshops ist weiterhin hier zu finden.

 


 

Untersuchung zur Grundrechtsfähigkeit der Personalvertretung veröffentlicht

In einem Aufsatz für die Zeitschrift „Die Personalvertretung“ hat Alexander Schneider, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der juristischen Arbeitsgruppe des IAAEU, die Grundrechtsfähigkeit der Personalvertretung umfassender untersucht. Die entsprechend gelagerte Diskussion um die Grundrechtsfähigkeit des Betriebsrates als Gremium wird seit Jahren in der Literatur sehr lebhaft geführt; grundlegendere Ausführungen im Schrifttum zur Grundrechtsfähigkeit des Gremiums Personalvertretung liegen aber schon etliche Jahre zurück, sodass eine Neubearbeitung der Thematik angezeigt erschien. Dabei liegt die Relevanz weniger in der Möglichkeit der Inanspruchnahme verfassungsgerichtlichen Rechtsschutzes durch die Personalvertretung im Falle bestehender Grundrechtsfähigkeit, sondern besteht vielmehr vor dem Hintergrund des Gebotes grundrechtskonformer Auslegung einfachgesetzlicher Normen des Personalvertretungsrechts, das im Falle der Grundrechtsfähigkeit des Gremiums Personalvertretung zur Anwendung gelänge. Im Rahmen der Untersuchung wird zunächst der Meinungsstand in Schrifttum und Rechtsprechung zur hier maßgeblichen Bestimmung des Art. 19 Abs. 3 GG dargestellt, nach der die Grundrechte dann auf inländische juristische Personen Anwendung finden, soweit die Grundrechte ihrem Wesen nach auf diese anwendbar sind. Tragende Kriterien der Rechtsprechung zur Bewertung der Grundrechtsfähigkeit nach Art. 19 Abs. 3 GG stellen insoweit die sich aus der „Durchgriffsthese“ sowie die sich aus dem „Konfusionseinwand“ ergebenden Maßgaben dar, wohingegen weite Teile des Schrifttums auf die Figur der „grundrechtstypischen Gefährdungslage“ sowie (kumulativ) auf den „Konfusionseinwand“ als Beurteilungsgrundlagen der Grundrechtsfähigkeit juristischer Personen abstellen.

Insbesondere unter Berücksichtigung völkerrechtlicher Implikationen (= EGMR-Judikatur zu Art. 34 EMRK) und deren Einfluss auf die „bisherige“, vom BVerfG vertretene Auslegung des Art. 19 Abs. 3 GG sei es sachgerecht, dass zukünftig ausschließlich auf die grundrechtstypische Gefährdungslage sowie kumulativ auf den Konfusionseinwand als Abgrenzungskriterien bei der Bewertung der Grundrechtsfähigkeit juristischer Personen abgestellt wird. In Übertragung der vorstehenden Kriterien sowie einer exemplarischen Prüfung des Art. 5 Abs. 1 S. 1 Alt. 1 GG bzw. des Art. 17 GG auf die Situation der Personalvertretung gelangt Alexander Schneider schließlich zu der These, dass das Gremium Personalvertretung als partiell grundrechtsfähig einzustufen ist.

Die Untersuchung wurde veröffentlicht in Heft 4 des Jahrganges 2020 der Zeitschrift „Die Personalvertretung“ (PersV), S. 124-135.

 


 

EU law requires working time recording: Consequences of the ECJ-ruling in the case 'CCOO' for member states and especially Germany

In seiner vieldiskutierten „CCOO“-Entscheidung vom 14.05.2019 hat der EuGH eine arbeitgeberseitige Pflicht zur Erfassung der täglichen Arbeitszeit ihrer Arbeitnehmer als unionsrechtlich geboten angesehen. Dr. Thomas Klein (IAAEU) und Dominik Leist (Universität Trier) haben sich in einem Forschungsprojekt eingehend mit den Hintergründen und Folgen dieser Entscheidung befasst und kamen insbesondere zu dem Ergebnis, dass diese eine gesetzgeberische Anpassung des deutschen Rechts notwendig macht. Hierzu wurden bereits mehrere Beiträge in der deutschsprachigen Fachliteratur veröffentlicht (Leist, jurisPR-ArbR Nr. 22/2019, Anm. 1; Klein/Leist, ZESAR 2019, 365-372).

Diese Veröffentlichungen wurden nun um einen englischsprachigen Dispatch auf der Homepage des Comparative Labor Law & Policy Journals ergänzt, um die Ergebnisse auch Juristen im nicht deutschsprachigen Ausland zugänglich zu machen. Der Beitrag (Dispatch No. 19) ist unter folgendem Link abrufbar.

 


 

Gastwissenschaftlerin Sabrina Genz

Sabrina Genz ist wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Forschungsgruppe Berufliche Arbeitsmärkte am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg und Stipendiatin im Graduiertenprogramm des IAB. Sie promoviert zum Thema Auswirkungen der Digitalisierung auf den Deutschen Arbeitsmarkt als externe Doktorandin des Lehrstuhls für Arbeitsmarkt- und Regionalpolitik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Vom 4.11. bis zum 15.11.2019 ist sie als Gastwissenschaftlerin am IAAEU tätig und hält u.a. einen Vortrag im Brownbag-Seminar zum Thema "Digging into the Digital Divide - Workers’ Exposure to Digitalization and its Consequences for Individual Employment". Ihre Forschungsinteressen liegen im Bereich der empirischen Arbeitsmarktökonomie mit besonderem Fokus auf die Beschäftigungs- und Lohnwirkungen des technologischen Wandels.

 


 

Joanna Tyrowicz berichtet über die Jahrestagung der Academy of Management

Unsere Arbeit bezüglich Geschlechterzusammensetzung im Vorstand wurde im Rahmen der Jahrestagung der Academy of Management (AOM), der renommierten Konferenz in den Managementwissenschaften, vorgestellt. Eine ganze Woche lang gefüllt mit Meetings, Workshops zur zum Thema Paper-Entwicklung, Lehrworkshops, Q&A-Sitzungen mit den Redakteuren der wichtigsten Zeitschriften - und zuletzt die Paper-Sitzungen selbst. In diesem Jahr zog das AOM-Treffen in Boston 11 000 Menschen an!

Unsere Sitzung umfasste acht Forschungsprojekte zum Oberthema Frauen in der Unternehmensführung. 16 Referenten aus 9 Ländern und 13 Institutionen stellten ihre Arbeiten vor. Das Symposium behandelte eine Vielzahl von Themen (z.B. Quoten und Codes des Vorstands, Ernennung von Direktoren), Theorien (z.B. soziale Kategorisierung, Wirtschaftstheorien), Daten und Methoden (z.B. Interviews und Fragebögen von weiblichen Führungskräften, Sekundärdaten von Boardex/Compustat, logistische Regression, Inhaltsanalyse) und länderspezifischen Begebenheiten (d.h. detaillierte Diskussion über Island, Spanien und den USA).

Nach der Präsentation begann eine intensive Debatte, in der Fragen bezüglich der Implementierung von Richtlinien sowie einige mehr oder weniger technische Aspekte der vorgestellten Studien behandelt wurden. Eventuell konnten wir mit unserer umfassenden Aufstellung überzeugen oder mit der Kontroverse, die mit unserem Thema einhergeht, sodass unser Symposium als Zweitplatzierter (Finalist) beim Emerald Best International Symposium Award ausgewählt wurde.

 


 

IAAEU beteiligt sich mit mehreren Beiträgen an der aktuellen Diskussion zur Arbeitszeiterfassungs-Rechtsprechung des EuGH

Am 14.05.2019 hat der EuGH (Rs. C-55/18 „CCOO“) entschieden, dass das Unionsrecht eine an Arbeitgeber gerichtete allgemeine Pflicht zur Erfassung von Arbeitszeiten verlangt. Da das deutsche Recht eine solche Pflicht bisher jedenfalls nicht ausdrücklich vorsieht, sorgt das Urteil für andauernde Diskussionen.
Mitarbeiter des IAAEU haben sich an diesen Diskussionen in mehrfacher Hinsicht beteiligt: Unmittelbar nach Erscheinen kommentierte Dominik Leist das Urteil in einer Anmerkung, die im Juris-Praxisreport Arbeitsrecht Nr. 22/2019 als Anm. 1 veröffentlicht wurde. Im Anschluss erfolgte eine breiter angelegte Untersuchung der Entscheidung im Hinblick auf ihre dogmatischen Hintergründe und den aus ihr folgenden Umsetzungsbedarf für das deutsche Recht, die Dr. Thomas Klein und Dominik Leist gemeinsam vornahmen. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass zur Einhaltung der vom EuGH aufgestellten Vorgaben eine gesetzgeberische Anpassung des deutschen Rechtes notwendig sei. Zwar bestünden zur Durchsetzung der Einführung eines Systems zur Arbeitszeiterfassung bereits de lege lata zivilrechtliche Handlungsmöglichkeiten des einzelnen Arbeitnehmers sowie Initiativrechte des Betriebsrates, beides genüge jedoch nicht zur Erfüllung der unionsrechtlichen Pflichten. Die Untersuchung wurde nun in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift für Europäisches Arbeits- und Sozialrecht (ZESAR), Heft 9/2019, S. 365-373 veröffentlicht.

 


 

Untersuchung zur Vereinbarkeit der neuen Entsende-Richtlinie mit dem Primärrecht der EU veröffentlicht

Im Juli 2018 ist die Richtlinie 2018/957/EU zur Änderung der EU-Entsende-Richtlinie in Kraft getreten, welche den Schutz der innerhalb der EU entsandten Arbeitnehmer verbessern soll. Die mit der Richtlinie erfolgten Änderungen waren bereits während des Gesetzgebungsverfahrens politisch hoch umstritten, da einige osteuropäischen Mitgliedstaaten in den bestehenden Entlohnungsunterschieden einen legitimen Wettbewerbsfaktor sehen, den sie zu erhalten versuchten. Ungarn und Polen haben gegen die verabschiedete Richtlinie inzwischen Klagen beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) eingereicht. Sie sind der Ansicht, dass die Richtlinie nicht mit dem Primärrecht der EU („EU-Verfassungsrecht“) zu vereinbaren ist und streben eine Nichtigerklärung der Richtlinie durch den EuGH an. Dr. Thomas Klein hat sich im Rahmen seiner Forschung zum EU-Entsenderecht umfassend mit den von Ungarn und Polen vorgebrachten Klagegründen auseinandergesetzt. Nach seiner Ansicht ist die Richtlinie 2018/957/EU mit dem Primärrecht vereinbar. Die Richtlinie könne auf die vom Gesetzgeber gewählte Kompetenzgrundlage gestützt werden und verletze nicht die Dienstleistungsfreiheit. Dr. Klein erwartet daher, dass die Nichtigkeitsklagen vor dem EuGH keinen Erfolg haben.

Die Ergebnisse der Untersuchung wurden in Heft 16 (S. 673-679) der Europäischen Zeitschrift für Wirtschaftsrecht (EuZW) veröffentlicht.

 


 

IAAEU beim informellen Austausch „Rechtsfragen plattformbasierter Arbeit“ am 15.7. an der Universität Salzburg

Am 15.7. trafen sich an der Universität Salzburg Wissenschaftler aus Trier und mehreren österreichischen Universitäten zu einem informellen Austausch zum Thema „Rechtsfragen plattformbasierter Arbeit“. Das IAAEU war mit Prof. Dr. Dr. h.c. Monika Schlachter, Dr. Thomas Klein, Katrin Treppschuh und Dominik Leist vertreten. Auf der Veranstaltung wurden zu verschiedenen Gesichtspunkten des Oberthemas jeweils kurze Impulsvorträge aus deutscher und österreichischer Sicht präsentiert, woran sich jeweils eine länderübergreifende Diskussion anschloss. Über zivilrechtliche Fragen plattformbasierter Arbeit referierte Dr. Thomas Klein. Den arbeitsrechtlichen Fokus aus deutscher Perspektive setzten Katrin Treppschuh mit einem Beitrag zu individualrechtlichen und Dominik Leist mit einem Beitrag zu kollektivarbeitsrechtlichen Fragen plattformbasierter Arbeit. Die sozialrechtlichen Aspekte beleuchtete aus deutscher Perspektive Dr. Thomas Spitzlei (Universität Trier). In der Diskussion zeigten sich vor allem in Bezug auf die zivilrechtlichen und individualarbeitsrechtlichen Fragen ähnliche Probleme im deutschen und im österreichischen Recht. Im kollektiven Arbeitsrecht stellen sich angesichts der unterschiedlichen System auf nationaler Ebene zwar unterschiedliche Fragen. Auf europäischer Ebene werden diese aber gleichermaßen durch wettbewerbsrechtliche Aspekte überlagert, so dass auch insofern gemeinsame Anknüpfungspunkte vorhanden sind.

 


 

Vortrag „Streikmobilisierung auf dem Firmengelände – Arbeitskampfmaßnahmen im Spannungsfeld grundrechtlicher Gewährleistungen"

Zum Abschluss der Vorlesungszeit im Sommersemester 2019 lud die rechtswissenschaftliche Arbeitsgruppe am 11.7.2019 zu einem Vortrag zum Arbeitskampfrecht ein. Prof. Dr. Jürgen Treber, Vorsitzender Richter am Bundesarbeitsgericht und Honorarprofessor an der Universität Trier, bot zunächst einen anschaulichen Überblick über die Grundlagen des Arbeitskampfrechts und übertrug diese sodann auf einen aktuellen Fall aus der BAG-Rechtsprechung zur Streikmobilisierung auf dem Firmengelände. Die anschließende Diskussion bot Gelegenheit für eine vertiefte Auseinandersetzung mit Einzelfragen dieses sich stets wandelnden Rechtsgebiets.

 


 

94. Jahreskonferenz der Western Economic Association International (WEAI)

Vom 28. Juni bis 02. Juli 2019 fand in San Francisco, Kalifornien, die 94. Jahreskonferenz der Western Economic Association International (WEAI) statt. Als eine der größten jährlichen Wirtschaftskonferenzen der Welt veranstaltete sie in diesem Jahr 379 Sitzungen, in denen mehr als 1308 wissenschaftliche Arbeiten präsentiert wurden. Die Konferenz zielt auf kein spezifisches Thema ab, sondern zeigt einen Querschnitt der aktuellen Forschungsschwerpunkte, die durch die teilnehmenden Gesellschaften vertreten sind, die die Konferenz veranstalten. Die Themen reichten von der Wirtschaftsgeschichte ("Kapitalismus und Sklaverei") über Themen zum Allgemeinwohl der Gesellschaft (Demographie, Familien- und Gesundheitsökonomie), Geld- und Handelspolitik, Infrastruktur, arbeitsmarktorientierte Themen (Mindestlöhne, Einkommenssteuer usw.) bis hin zu eher außergewöhnlichen Themen wie Medienökonomie, Verteidigungsökonomie und Verbraucherschutz. Der Hauptvortrag wurde von Raj Chetty gehalten über die Thematik „Improving equality of opportunity: New insights from big data“.

 

Unter den 302 europäischen Teilnehmern, die eingeladen wurden, ihre Forschung auf der diesjährigen Konferenz vorzustellen, war auch der IAAEU-Doktorand Jonas Feld. Er präsentierte die neuesten Erkenntnisse aus seinem Projekt "Linguistic Proximity and Heterogeneity in Returns to Migrant Skills", das in Zusammenarbeit mit Joanna Tyrowicz (auch IAAEU) und Mariola Pytlikova (CERGE-EI) entstand. Sein Vortrag zog die Aufmerksamkeit anderer an der Konferenz teilnehmender Wissenschaftler auf sich, was ihm nicht nur viele nützliche und wertvolle Kommentare bot, sondern auch die Möglichkeit, sich mit anderen Forschern in seinem Interessengebiet auszutauschen. Darüber hinaus hatte die Möglichkeit, eine Reihe interessanter Vorträge zu hören und sich mit namhaften und führenden Ökonomen zu vernetzen, eine positive und nachhaltige Wirkung auf Jonas Feld. Das IAAEU freut sich, auf einer so wichtigen Konferenz vertreten gewesen zu sein.

 


 

Gastwissenschaftler Dr. Clemens Buchen

Dr. Clemens Buchen wird vom 18. bis 21. Juni 2019 wieder als Gastwissenschaftler am IAAEU tätig sein. Er ist Post-Doc am Department Management und Economics an der EBS Business School. Dr. Clemens Buchen arbeitet mit Dr. Alberto Palermo an einem gemeinsamen Projekt.

 


 

IAAEU-Team beim Trierer Firmenlauf erfolgreich

Nicht nur wissenschaftlichen, sondern auch sportlichen Ehrgeiz und Teamgeist stellte das IAAEU beim Trierer Firmenlauf am 29. Mai 2019 unter Beweis. Das interdisziplinäre Team aus studentischen und wissenschaftlichen Mitarbeitern des Instituts konnte sich aus dem Stand im Mittelfeld der Teamwertung platzieren.

 

Trierer Firmenlauf

 


 

Gastwissenschaftler Salwan Saif

Salwan Saif ist zurzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Statistik und Empirische Wirtschaftsforschung an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Vom 28.05. bis zum 11.06.2019 ist er als Gastwissenschaftler am IAAEU tätig und hällt u.a. einen Vortrag im Brownbag-Seminar zum Thema "The Effect of Relaxed Dismissal Protection on Small German Establishments".

 


 

Dr. Thomas Klein als Experte beim Lab zur Plattformökonomie des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales

Die „Denkfabrik Digitale Arbeitsgesellschaft“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) hat vom 20.-23. Mai 2019 in Berlin zwei parallel arbeitende Labs zur Plattformökonomie durchgeführt. In den Labs kam jeweils eine interdisziplinär ausgerichtete Gruppe von Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis zusammen, um gemeinsam Empfehlungen zur Politikgestaltung im Bereich der Plattformarbeit zu entwickeln. Die Ergebnisse wurden am 23. Mai 2019 dem Staatssekretär im BMAS Björn Böhning präsentiert und sollen in den weiteren Diskussionsprozess des BMAS einfließen. Dr. Thomas Klein nahm auf Einladung des BMAS an einem der Labs teil und brachte seine Expertise zur Ausgestaltung der Plattformbeschäftigung in die Diskussion ein. Dr. Klein forscht am IAAEU im Rahmen seines Habilitationsvorhabens zu den zivilrechtlichen Grundlagen der Plattformökonomie und begleitet das DFG-Forschungsprojekt „Crowdsourcing als neue Form der Arbeitsorganisation“.

 


 

Jahrestagung der Society of Labor Economists

Am 25. und 26.05.2019 fand zum 24. Mal die Jahrestagung der US-amerikanischen Gesellschaft für Arbeitsökonomik - Society of Labor Economists - in Arlington, Virginia statt. Die Veranstaltung gilt als eine der renommiertesten Konferenzen unter Arbeitsmarktökonomen weltweit. In diesem Jahr trafen sich rund 350 Forscherinnen und Forscher nicht nur aus den Vereinigten Staaten, sondern aus der ganzen Welt und diskutierten über aktuelle Fragestellungen im Rahmen der Arbeitsmarkt- und Personalökonomik. Die Themen der über 280 Präsentationen umfassten dabei sowohl „klassische“ Themengebiete als auch neuartige Forschungsbereiche. Zentrale Themengebiete waren beispielsweise die Auswirkung von Automatisierung und Robotik auf die aktuelle und zukünftige Arbeitswelt sowie die ökonomischen Ursachen von Populismus. Aufgrund der breiten Themenvielfalt wurde der Austausch von Wirtschaftswissenschaftlern mit verschiedensten Forschungsschwerpunkten gefördert. Somit bot die Jahrestagung eine optimale Gelegenheit für Networking.
IAAEU-Forscher Sven Hartmann hat auf der Jahrestagung seine Arbeit zum Thema „Can Television Reduce Xenophobia? The Case of East Germany" vorgestellt. Dank der hilfreichen Kommentare anderer Teilnehmer konnte er neue Einblicke sowie Ideen für zukünftige Forschungsprojekte erlangen. Das IAAEU freut sich, auf solch einer bedeutenden Konferenz vertreten gewesen zu sein.

 


 

Vorschläge zur Reform des Arbeitnehmerentsendegesetzes

Im Sommer 2018 wurde auf europäischer Ebene die Richtlinie (2018/957/EU) zur Änderung der Entsenderichtlinie aus dem Jahr 1996 (Richtlinie 96/71/EG) beschlossen. Mit der Richtlinie soll der Schutz von Arbeitnehmern verbessert werden, die aus einem EU-Mitgliedstaat zur Arbeitsleistung in einen anderen EU-Mitgliedstaat entsandt werden. Die Änderungen sind von den Mitgliedstaaten bis Juli 2020 in nationales Recht umzusetzen. Dr. Thomas Klein und Alexander Schneider haben die Neuregelungen auf europäischer Ebene eingehend untersucht und hierzu bereits in Ausgabe 1/2019 der Zeitschrift Soziales Recht (SR 2019, S. 21-36) ihre ersten Ergebnisse veröffentlicht. In der im Mai erschienenen Ausgabe 2/2019 der Zeitschrift Soziales Recht (SR 2019, S. 72-87) wurde nun der zweite Teil der Untersuchung veröffentlicht, in dem Klein und Schneider die Auswirkungen der geänderten Richtlinie für das deutsche Recht darstellen und Vorschläge zur Umsetzung der Richtlinie unterbreiten. Der Beitrag ist bereits vor seiner Veröffentlichung auf reges Interesse gestoßen (z.B. Zimmer, Arbeit und Recht 2019, S. 152 ff.) und dürfte auch im Rahmen des anstehenden Gesetzgebungsverfahrens zur Umsetzung der Änderungen ins Arbeitnehmerentsendegesetz weitere Aufmerksamkeit erlangen. Darüber hinaus dürfte der Beitrag auch in den Ländern auf Interesse stoßen, denn Klein und Schneider sehen nicht bloß Gestaltungsmöglichkeiten im Arbeitnehmerentsenderecht, sondern auch eine neue Grundlage für Tariftreueklauseln in den Vergabegesetzen der Länder.

 


 

Arbeitsrechtliches Praktikerseminar 2019

Am 9.5. – 10.5.2019  fand das diesjährige arbeitsrechtliche Praktikerseminar unter Leitung von Prof. Dr. Dr. h. c. Monika Schlachter am Bundessozialgericht in Kassel statt. Eröffnet wurde das Seminar durch die Referentin Dr. Karen Vahl, die in ihrem Vortrag die arbeitsrechtlichen Implikationen des Verkaufs einer Unternehmenssparte beleuchtete. Anschließend gab Dr. Boris Alles einen Einblick in zwei Fälle aus der betriebsverfassungsrechtlichen Praxis. Abgeschlossen wurde das Seminar von Prof. Dr. Thomas Weiss, der anhand eines praktischen Beispiels strategische und taktische Überlegungen sowie mögliche rechtliche Konstruktionen der Verhandlungsergebnisse bei Interessensausgleichs- und Sozialplanverhandlungen darstellte. Im Anschluss eines jeden Vortrags wurde die Gelegenheit für interessante und mitunter auch kontroverse Diskussionen genutzt.

 

Arbeitsrechtliches Praktikerseminar 2019

Impressionen des Praktikerseminars

 


 

11. Workshop on Labour Economics 2019 am IAAEU

Insgesamt knapp 50 Gäste, viele interessante Präsentationen sowie wissenschaftlicher Austausch auf höchstem Niveau – das ist die Bilanz des Workshops on Labour Economics, der am 12. und 13. April 2019 am IAAEU in Trier stattgefunden hat.
Bereits zum elften Mal organisierte die ökonomische Arbeitsgruppe des IAAEU die Konferenz, welche sich mittlerweile im Feld der Personal- und Arbeitsmarktökonomik im europäischen Raum als eine bekannte Größe etabliert hat. Gefördert wurde die Veranstaltung durch das Graduiertenzentrum der Universität Trier.
Insgesamt konnten 34 Forscherinnen und Forscher – davon 19 NachwuchswissenschaftlerInnen – ihre neuesten Erkenntnisse präsentieren. Das Themenspektrum der diesjährigen Konferenz umfasste neben den klassischen Themen der Personal- und Arbeitsmarktökonomik auch eng verwandte Bereiche: So behandelte ein Vortrag etwa die Auswirkungen von Jobunsicherheit auf die Gesundheit, ein anderer Beitrag untersuchte, ob es einen Zusammenhang zwischen dem Umfang regionaler Zuwanderung und der Lebenszufriedenheit der lokalen Bevölkerung gibt.
Mit seinem Fokus auf NachwuchswissenschaftlerInnen bietet die Konferenz speziell für Promovierende eine Möglichkeit des fachlichen Austauschs und der persönlichen fachlichen Weiterbildung: Den jungen Teilnehmenden werden vorab Seniors, erfahrene Forscherinnen und Forscher, zugeteilt, welche die der Präsentation zugrunde liegenden Arbeiten begutachten. Eine sich an den Vortrag anschließende kurze Diskussion durch die Seniors ermöglicht es den jungen WissenschaftlerInnen, neue Perspektiven auf ihren Forschungsgegenstand zu erlangen. Unklarheiten und methodische Schwierigkeiten werden gezielt diskutiert und die Arbeit der Juniors kann somit nachhaltig qualitativ verbessert werden. Weiterhin verfolgt die Veranstaltung das Ziel, Kooperationen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu fördern, insbesondere auch zwischen Juniors und Seniors.
Die Auszeichnung für den besten Konferenzbeitrag ("Best Paper Award") wurde dieses Jahr gleich doppelt vergeben: Zunächst für einen theoretischen Aufsatz, der analysierte, wie sich die Entlohnung hoch- und niedrigqualifizierter Arbeitskräfte durch technologischen Fortschritt und zunehmendem Kapitaleinsatz kurz- und langfristig ändert. Der Autor des Beitrags - Michael Knoblach von der Technischen Universität Dresden - freute sich sichtlich über die Auszeichnung: „Eine solche Auszeichnung für die eigene Arbeit zu bekommen ehrt mich natürlich sehr!". Ähnlich begeistert zeigte sich Nicolas Apfel von der Universität Regensburg, dessen methodischer Beitrag zur Verbesserung von Schätzergebnissen bei unklarer Kausalität ebenfalls ausgezeichnet wurde: „Ich freue mich über diese Auszeichnung und hoffe, dass die Ergebnisse meiner Arbeit auch anderen Forscherinnen und Forschern helfen." Herr Apfel erhielt die Auszeichnung unter anderem auch für die von ihm programmierte Statistikanwendung, mit der seine Forschungsleistung relativ einfach auch auf andere Fragestellungen übertragen werden kann.
Die Attraktivität des Trierer Workshops wird auch dieses Jahr wieder durch die hohe Zahl an Einreichungen unterstrichen. Insgesamt gab es knapp 90 Bewerbungen; mehr als drei Bewerbungen auf jeden der zur Verfügung stehenden Präsentationsplätze.
Wir dürfen damit auf einen erfolgreichen elften Workshop on Labour Economics zurückschauen und danken allen Teilnehmenden für die rege Beteiligung und das Gelingen der Veranstaltung!

 

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Impressionen des WLE 2019

 


 

Marco de Pinto erhielt Professoren-Urkunde

Das Selbstverständnis des IAAEU ist, interdisziplinär ausgerichtete, gesellschaftlich relevante Forschung zu betreiben und den Beschäftigten hierdurch hervorragende Bedingungen für die weiteren beruflichen Schritte zu eröffnen. Ein Erfolgsindikator für die Nachwuchsförderung sind die Positionen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des IAAEU im Anschluss an ihre Tätigkeit in Trier übernehmen. Der entsprechenden, auch in den Jahresberichten des Instituts dokumentierten Erfolgsgeschichte, kann nun ein weiteres Kapitel hinzugefügt werden. Seit dem 27.02.2019 ist Marco de Pinto Professor für Volkswirtschaftslehre an der IUBH Internationale Hochschule. Dieser Karriereschritt wurde unter anderem durch die vom IAAEU geforderten und geförderten Forschungs- und Lehraktivitäten ermöglicht. In der Forschung befasste sich Prof. Dr. Marco de Pinto mit Aspekten der Arbeitsmarktökonomik und des Internationalen Handels sowie der Verbindung beider Themengebiete. Herr de Pinto hat eben zu dieser Schnittstelle gemeinsam mit Kollegen des ZEW, der Universität Münster und der Aix-Marseille School of Economics erfolgreich Drittmittel eingeworben. Darüber hinaus gab es zahlreiche Kooperationen mit Forscherinnen und Forschern, z. B. des IAAEUs sowie der Universitäten Kassel, Konstanz und Münster. Diese resultierten in einer Vielzahl von Projekten und Veröffentlichungen. Als erfolgreichste Arbeit ist das im Scandinavian Journal of Economics veröffentlichte Papier „The Impact of Unionization Structures with Heterogeneous Firms and Rent-Sharing Motives“ zu nennen. Herr de Pinto hat außerdem zahlreiche Lehrveranstaltungen durchgeführt, wie z.B. Personalökonomik (Bachelor) und Arbeitskontrakte (Master), die stets sehr gut von den Studierenden evaluiert wurden. Eine Besonderheit gibt es im Fall von Prof. Dr. Marco de Pinto: Um das oben erwähnte Drittmittelprojekt abzuschließen, bleibt er dem IAAEU noch eine Weile erhalten und wird daher weiter zum Forschungsoutput des Instituts beitragen. Beide Seiten freuen sich, die erfolgreiche Zusammenarbeit fortzusetzen.

 


 

Prof. Dr. Dr. h.c. Monika Schlachter als Mitherausgeberin eines Buches über Arbeitsvölkerrecht

Gemeinschaftsrechtliche Regelungen zum kollektiven Arbeitsrecht beschränken sich überwiegend auf die Etablierung von Informations- und Konsultationsrechten von Arbeitnehmervertretungen in Unternehmen und Konzernen. Tarif- und Arbeitskampfrecht blieben lange weitgehend unbeeinflusst, schon wegen der immer noch nicht geklärten Kompetenzabgrenzung zwischen Gemeinschaft und Mitgliedstaaten auf diesem Gebiet. Mit Inkrafttreten der Grundrechtecharta ist in der Union ein Grundrecht auf Koalitionsbildung und -betätigung anerkannt.  Durch die Bezugnahme der Charta auf die Instrumente des Europarats (Menschenrechtskonvention und Sozialcharta) wird ein stärkerer Einfluss des internationalen Arbeitsrechts auf die unionale Rechtsordnung möglich. Damit bietet sich eine systematische Erörterung des Verhältnisses des Unionsrechts zum Arbeitsvölkerrecht an, begleitet von einer Diskussion der Einflüsse dieser Rechtsquellen auf das nationale Recht. Neben Einzelveröffentlichungen zum Thema ist eine erste umfassende systematische Darstellung des Arbeitsvölkerrechts 2019 im Verlag Mohr Siebeck erschienen: Heuschmid/ Schlachter/ Ulber (Hrsg.), Arbeitsvölkerrecht, Mohr Siebeck, Tübingen 2019.

 


 

Gastwissenschaftler Dr. Clemens Buchen 

Vom 12. bis 15. März 2019 war Dr. Clemens Buchen wieder Gastwissenschaftler am IAAEU. Er ist Post-Doc-Forscher am Lehrstuhl für Management und Wirtschaft der EBS Universität. Dr. Clemens Buchen arbeitete mit Dr. Alberto Palermo zusammen, um an ihrem Modell des gemeinsamen Papers weiterzuarbeiten, welches die Auswirkungen von zusammenhängenden Anreizen auf die Ergebnisse der Teamproduktion in Unternehmen untersucht.

 


 

Fachworkshop des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales mit IAAEU-Beteiligung

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) führt im Rahmen des Zukunftsdialogs „Neue Arbeit – Neue Sicherheit" eine Reihe von Veranstaltungen durch, die sich der Zukunft der Arbeit und des Sozialstaats widmen. Zu den Themen des Zukunftsdialog gehört unter anderem die soziale Situation (Solo-) Selbstständiger. Am 7. März 2019 fand dazu im BMAS in Berlin ein Fachworkshop zum Thema „Verbesserung der Erwerbsbedingungen von (Solo-) Selbstständigen" statt, bei dem Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Verbänden und dem BMAS über Möglichkeiten diskutierten, um die Erwerbsbedingungen, insbesondere die Einkommenssituation, von (Solo-) Selbstständigen zu verbessern. Prof. Dr. Dr. h.c. Monika Schlachter, die das BMAS bereits bei der Vorbereitung des Workshops wissenschaftlich beraten hatte, führte als Moderatorin durch die Veranstaltung. Neben einer Ausweitung des arbeitsrechtlichen Schutzes auf bestimmte Selbstständige und einer Weiterentwicklung des Schutzes für Heimarbeiter und arbeitnehmerähnliche Personen wurde vor allem über tarifvertragliche Gestaltungsmöglichkeiten für Selbstständige und deren Verbände beraten. Dr. Thomas Klein, Akademische Rat am IAAEU, referierte über mögliche vergaberechtliche Gestaltungsoptionen zur Verbesserung der Einkommensbedingungen und schlug die Festsetzung branchenspezifischer Mindestvergütungssätze vor. Regelungsvorbilder hierfür gibt es nach seiner Einschätzung im Arbeitsnehmerentsenderecht sowie in dem inzwischen außer Kraft getretenen Mindestarbeitsbedingungengesetz. Darüber hinaus sprach sich Dr. Thomas Klein mit Blick auf die wachsende Bedeutung von selbstständiger Erwerbsarbeit über Online-Plattformen (Crowdwork, Gigwork, etc.) dafür aus, über eine Haftung der Plattformbetreiber in Bezug auf die Erfüllung der Vergütungsansprüche der Selbstständigen nachzudenken. Auch hier könne das Arbeitnehmerentsenderecht als Regelungsvorbild dienen.

 

Für die Teilnehmenden des IAAEU, Prof. Dr. Dr. h.c. Monika Schlachter, Dr. Thomas Klein und Dominik Leist, lieferte der Fachworkshop interessante Forschungsansätze für das aktuelle DFG-Forschungsprojekt „Crowdsourcing als neue Form der Arbeitsorganisation", das sich mit der rechtlichen Stellung von Crowdworkern beschäftigt, die überwiegend auch selbstständig tätig sind.

 


 

Aktuelle Untersuchung zur Änderung der europäischen Entsenderichtlinie veröffentlicht

In einem in der Zeitschrift Soziales Recht (SR) veröffentlichten Beitrag (Jg. 2019, Ausgabe 1, S. 21 – 36) haben Dr. Thomas Klein und Alexander Schneider, beide wissenschaftliche Mitarbeiter der juristischen Arbeitsgruppe des IAAEU, die Änderung der unionsrechtlichen Entsenderichtlinie (Richtlinie 71/96/EG) durch die im Sommer 2018 in Kraft getretene Richtlinie 2018/957/EU sowie die sich daraus ergebenden Rechtsfragen grundlegend untersucht. Thematisiert werden in der Abhandlung insbesondere die Erweiterung des Katalogs der zu erstreckenden Arbeitsbedingungen, die branchenunabhängige Erstreckung allgemeinverbindlicher Tarifverträge und die Erstreckung allgemein wirksamer sowie repräsentativer Tarifverträge. Zudem werden die neuen Regelungen zur grenzüberschreitenden Leiharbeit, die weitere Annäherung der Beschäftigungsbedingungen nach einjähriger Entsendungsdauer sowie die im Zusammenhang der Entsendung relevanten Vorschläge zur Revision der Koordinierungsregelungen im Sozialrecht (= Verordnung (EG) 883/2004 und Verordnung (EG) 987/2009) eingehend beleuchtet. Klein und Schneider sind der Auffassung, dass die einzelnen Änderungen in der Sache nur zum Teil wirkliche Neuerungen mit sich bringen; andere Regelungen bestätigten dagegen lediglich die Rechtslage, von der der EuGH bereits auf Grundlage der alten Richtlinie ausgegangen war. Von einer Gleichbehandlung im Sinne „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort“ sei die Entsenderichtlinie nach Inkrafttreten der Richtlinie 2018/957/EU nach wie vor weit entfernt. Diesbezüglich hätten zwar die Änderung des Entgeltbegriffes und die Möglichkeit zur Erstreckung nicht allgemeinverbindlicher Tarifverträge Verbesserungen gebracht. Dieser vom Unionsgesetzgeber eingeschlagene Weg zur Verbesserung des Schutzes entsandter Arbeitnehmer sei auch begrüßenswert. Für eine tatsächliche Gleichbehandlung von Arbeitnehmern und Ortskräften bedürfe es jedoch weiterer Anstrengungen. Einen Beitrag hierzu könne neben dem Gesetzgeber vor allem der EuGH leisten, indem er der Arbeitnehmerfreizügigkeit in seiner Rechtsprechung zu Entsendefällen mehr Bedeutung beimesse und sie in der Abwägung mit Beeinträchtigungen der Dienstleistungsfreiheit höher gewichte.

 

Die Abhandlung, die sich inhaltlich auf die unionsrechtliche Ebene beschränkt, wird durch einen zweiten Beitrag der Autoren ergänzt, der sich mit der Umsetzung der besagten Änderungen in das deutsche Recht befasst und in Ausgabe 2/2019 der Zeitschrift Soziales Recht veröffentlicht wird.

 


 

Vortrag "Tarifverträge für Soloselbständige"

Mit einem weiteren spannenden Vortrag für Studierende, MitarbeiterInnen und Interessierte startete das IAAEU ins Jahr 2019. RA Antonius Allgaier (Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt) referierte am 16.1.2019 zum Thema "Tarifverträge für Soloselbständige". Dabei stellte er anschaulich dar, welche Schwierigkeiten die zunehmende Anzahl Soloselbständiger im Baugewerbe mit sich bringen. Besonders ging er auf die Problematik der Ausbildungskostenumlage und das hierzu ergangene BAG-Urteil vom 1. August 2017 ein. Der Vortrag endete wie üblich mit einer Diskussionsrunde, in der noch offene Fragen beantwortet wurden.

 

Gewerkschaft 1
Gewerkschaft 4
Gewerkschaft 3

Impressionen des Vortrags

 


 

Wahrnehmung der Vielfalt im Wandel

Vielfalt gänzlich zu verstehen ist ebenso herausfordernd, wie dessen Grenzen zu verstehen. Nachdem Forschungsergebnisse von Alice Wu einige schockierende Einblicke ans Licht brachten, reagierten US-amerikanische Ökonomen mit unterschiedlichen Vorgehen. Zunächst einmal veröffentlichte die AEA eine Umfrage bezüglich des Arbeitsklimas unter ihren Mitgliedern, um die Verbreitung von unangemessenen Verhaltensweisen zu erforschen und herauszufinden, was genau diese als unangemessen definieren. Des Weiteren hat die AEA das Internetforum EconSpark eröffnet, um Aufmerksamkeit und Nutzungsintensität von EconJobMarketRumors abzulenken, da EconSpark im Gegensatz zu EJMR ein sicheres und ermutigendes Umfeld durch Transparenz kreiert. Ungeachtet dieser Maßnahmen waren die Treffen der AEA 2019 in Atlanta äußerst reich an Forschung, die die Wurzeln der Diskriminierung und die Barrieren der Vielfalt analysierte. Die vorgestellten Publikationen dieser Forschungsagenda komplementierten die allgemeinhin vorhandenen Thematiken der Makroökonomie, Mikroökonomie, Wirtschaftstheorie, Ökonometrie und die stets dringliche Unsicherheit über das Schicksal der US-amerikanischen Wirtschaft. Die Diskussionen umfassten nicht nur direkte empirische und experimentale Beweise bezüglich Diskriminierung und Vielfalt: in einigen Zusammenkommen diskutierten die führenden Köpfe der Wirtschaftswissenschaften, wie der Berufsstand stimulierende sowie entmutigende Feindseligkeit während Seminaren, den extremen Wettbewerbsgedanken und andere indirekte Mechanismen beseitigen kann, die Frauen und andere Minderheiten von der Ökonomie abhalten.

 

Unser Vortrag befasste sich mit den Mechanismen hinter der Geschlechtervielfalt im Vorstand und Aufsichtsrat von kleinen und mittelgroßen Unternehmen. Es ist bekannt, dass Börsenunternehmen mit Frauen im Aufsichtsrat eine höhere Vielfalt erlangen wenn die Mitglieder des Vorstands gewählt werden. Unsere Studie zeigt, dass dieser Mechanismus nur bei Börsenunternehmen greift: die Firmen, die nicht unter öffentlicher Prüfung durch die Aktionäre stehen, haben viel weniger Frauen im Aufsichtsrat und viel mehr Frauen im Vorstand, ceteris paribus.

 


 

Rückblick